| 04. Februar 2003
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FH Goslar
Wir waren das Geschenk, das Gabriel seiner Heimatstadt machen wollte. Eine strukturschwache Region sollte unter dem Ableger einer Fachhochschule aufblühen. PISA sollte für die kleine Stadt im Harz kein Thema mehr sein.
Und der Gabriel war seiner Stadt auch etwas schuldig. Die Stadtväter machten sich stark für eine ehemalige BGS-Kaserne. Die FH konnte nur noch reagieren, hin- und hergerissen zwischen neuen Mitteln und dem Ärger, den der Umzug mit sich bringen wird.
Durch einen weiteren Standort der Fachhochschule in Goslar wird sie wohl eine der flächengrößten FHs Deutschlands werden. Auserkoren für dieses Projekt wurde nach reiflichen Überlegungen der Fachbereich Recht.
Die Studenten waren begeistert. Nicht nur, dass sie in die Provinz mussten, wo allein ein Kaffee auf dem Marktplatz 1 Euro mehr kostet, zwischen Harzwanderern und Omas, als im trauten Braunschweig. Sie können auch noch mitten im Studium umziehen und das, wo sie sich doch zu Beginn ihres Studium ausdrücklich gegen die Metropolen entschieden haben und ganz bewusst Wolfenbuettel als ihren Studienort ausgewählt haben. Kritiker könnten jetzt meinen, dann sollen sie doch den Studienort wechseln. Dem kann natürlich entgegen gehalten werden, dass dies rein praktisch aufgrund der Einmaligkeit des Studiengangs IT-Recht gar nicht möglich sei. Und gerade mit dieser Innovation wurden die Studenten zu Beginn des SS 2002 in die Provinz gelockt.
Das war vor der Wahl.
Gabriel ist nun nicht mehr Niedersachsens Erzengel und Wulff macht sich für die Bildungspolitik stark. Ist nun alles anders? Werden die Studenten vor dem Gang in die alte Kaserne bewahrt?
Wir bleiben dran.





