| 02. Januar 2003
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WebWORK
In der Pressemitteilung von Dipl.-Ing. Mario Steinebach, Pressestelle der TU Chemnitz, sind 10 goldene Regeln für erfolgreiche Websites aufgelistet:
- Vermeide lange Seiten mit Scroll-Balken.
- Verwende kurze Textsegmente mit aussagekräftiger Überschrift.
- Verlinke nur Internetseiten mit engen inhaltlichen Bezügen zueinander.
- Verwende im Text so wenig Links wie möglich.
- Vermeide lange Ladezeiten.
- Präsentiere auf der ersten Seite eine Übersicht über die Struktur des Hypertextsystems.
- Verwende ein Navigations-System, das dem Nutzer Auskunft gibt, wo er sich gerade im Text befindet.
- Gib zu den bewältigten Aufgaben ein spezifisches Feedback.
- Verwende hierarchische und keine netzwerkartigen Verlinkungsstrukturen.
- Gib dem Nutzer die Möglichkeit, sich an den Webadministrator zu wenden.
Diese Regeln sind das Ergebnis einer Befragung von 300 Internet-Nutzern im Labor, das es u. a. ermöglicht, die Blickbewegungen der Probanden festzuhalten und auszuwerten.
Die Studie ist noch nicht abgeschlosssen. Es bleibt abzuwarten, welche webbewegenden Resultate noch berichtet werden.
ADVERSARIO meint dazu:
Die Studie scheint keine wesentlich neuen Ergebnisse vorzubringen. Sicherlich ist sie ein Anreiz für Unternehmen und Hobby-Webdesigner, die Qualität ihrer Websites zu verbessern. Allein aufgrund der Popularität einer universitären Meinung sicherlich ein Pluspunkt für das bessere Internet.
Einige Punkte, wie z. B. 1, 6 und 10, sind kritisch zu betrachten. Websites sind weder eine Anhäufung von Notizzetteln, die beliebig aneinander gereiht werden können, noch hilft ein Link zum Administrator gewerblichen Sites wirklich weiter.
Die besonderen Anforderungen an die Textgestaltung, abgesehen von der Link-Setzung, sind nicht angesprochen worden, aber wesentlich für den Erfolg und Lesbarkeit einer Website.
Es bleibt zu vermuten, das hier mal wieder mehr mit Steuergeldern die Finanzierung eines Labors zur Rechtfertigung gelangt, das seitenweise Studien produziert, die eh jeder kennt. Wir verweisen auf einmal gute Fachliteratur:
Web Usability - Das Prinzip des Vertrauens - Manhardsberger/Musil
Dieses Buch ist auch Einsteigern, Behörden, Unternehmen und Universitäten sehr zur Lektüre empfohlen. In diesem Sinne für ein besseres Internet.
(Quelle: TU Chemnitz: Pressemitteilung vom 17.12.2002)





